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Traditionelle Chinesische Medizin
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Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin
Zwei Drittel aller Bundesbürger fühlen sich nicht gesund. Sie klagen über unklare Beschwerden wie Reizbarkeit, Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, Schwindel, Wetterfühligkeit, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Allergien, Unwohlsein.
Aber nur bei einem kleinen Teil dieser Patienten lässt sich ein messbarer Befund erheben.
Was geschieht eigentlich mit den Patienten, die glaubwürdig klagen, aber nicht so richtig krank sind, die nur Befindlichkeitsstörungen zeigen und dann oftmals eine Arztpraxis mit der Ettikettierung eines vegetativ-dystonen Syndromes verlassen?
Noch schlimmer sieht es bei jenen Patienten aus, die noch gar keine sind. Denn ihre Beschwerden sind oftmals noch viel zu leicht zu wenig ausgeprägt, ja fast zu alltäglich, denken wir z.B. ans prämenstruelle Syndrom der Frauen, die ihre Regelbefindlichkeitsstörungen als durchaus normal einstufen oder an häufig wiederkehrende Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Depressionsneigungen und Erschöpfung?
Sind wir nicht schon so weit, dass wir oftmals diese Beschwerden als vollkommen normale Beschwerden einstufen?
Oftmals müssen Patienten erfahren, dass der ärztliche Ratschlag über die Verschreibung von Schlaftabletten, Beruhigungspillen, Rheuma- und Schmerzmitteln oft nicht hinaus geht.
Das hat zur Folge, dass viele Menschen chronisch erkranken.
Ein Drittel aller chronischen Migränepatienten in Deutschland sind dialysepflichtig, da sie über viele Jahrzehnte nierenschädigende Schmerzmedikamente eingenommen haben.
Der Anteil der chronisch Kranken in unserem Land beträgt ungefähr 10 %.
Wir geben ungefähr 60 Milliarden EURO im Jahr für das Gesundheitswesen aus und müssen ernüchtert feststellen, dass die Menschen immer kranker werden.
Ist dieses nicht ein Grund genug, sich mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen?
In der westlichen Medizin gilt die Messbarkeit als Schlüsselwort. Nicht das Befinden, sondern der Befund interessieren. Knallharte Daten müssen her. Fernöstliche Medizin-Systeme hingegen orientieren sich am aktuellen Befinden eines Menschen.
Entgleiste Funktionen werden bewertet und beurteilt.
Diese Funktionen lassen sich nur qualitativ bewerten. Daher bedarf es zur Benennung von Qualitäten einer spezifischen Normkonvention, nämlich dem Yin und dem Yang und den 5 Wandlungsphasen.
Das chinesische Denken hat zur Voraussetzung eine energetische Vorstellung vom Menschen.
Die westliche Medizin versucht eine Ursache für die Erkrankung zu erkennen. In der chinesischen Medizin jedoch werden Krankheitsmuster wahrgenommen und innerhalb ihres Beziehungsgewebes in ihrer Funktion und gegenseitigen Beeinflussung verstanden.
Ein vollkommen anderes Herangehen an das Individuum und an Krankheit.
Auf der Grundlage dieser Ideen entwickelte das chinesische Denken und die medizinische chinesische Tradition im Verlaufe der Zeit 5 Prinzipien von Yin und Yang.
- Alle Dinge haben zwei Aspekte: Den Yin-Aspekt und einen Yang-Aspekt.
- Jeder Yin- und jeder Yang-Aspekt kann wiederum in Yin und Yang unterteilt werden.
- Yin und Yang schaffen einander.
- Yin und Yang kontrollieren sich gegenseitig.
- Yin und Yang verwandeln sich ineinander.
Diese Philosophie wird auf unser Sein, unseren Körper, unser Tun und alles im Leben konsequent angewendet.
Gesundheit im chinesischen philosophischen System bedeutet nichts anderes als ein harmonisches Zusammenspiel dieser Grundqualitäten Yin und Yang.
Krankheit hingegen beruht auf einem gestörten Zusammenspiel dieser beiden Kräfte.
Solche Störungen werden als Disharmoniemuster beschrieben. Jede Behandlungsmassnahme zielt auf die Erhaltung und Wiederherstellung des Gleichgewichtes zwischen Yin und Yang.
Neben der Normkonvention von Yin und Yang wurden 5 Wandlungsphasen festgelegt. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Qualifizierung von zeitlichen Abläufen, rhythmischen Strukturen und von zeitlichen Abschnitten, die sich gegenseitig ablösen und wieder ein Ganzes bilden.
Kein anderes Konzept bringt so deutlich zum Ausdruck, wie der Mensch in seinem Verhältnis zur Natur gesehen wird.
Der Mensch wird nicht als Bezwinger der Natur, sondern als Teil von ihr verstanden.
Die Wandlungsphasen werden in ihrem zeitlichen Ablauf von kosmischen Vorgängen, die uns allen bekannt sind, abgeleitet und dem Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zugeordnet.
Dieses kann man sehr gut im Buch von Karl-Hermann Hempen, der Medizin der Chinesen, nachlesen.
Jeder Wandlungsphase sind nunmehr ein Element, eine Jahreszeit, eine Tageszeit und ein Organkreislauf zugeordnet, die sich dann untereinander beeinflussen.
Befasst man sich näher mit der Traditionellen Chinesischen Medizin, so stellt man fest, dass auch wir in unserem Sprachgebrauch oftmals Redewendungen finden, die in ihrer Bedeutung durchaus dem chinesischen Bedeutungsgehalt entsprechen. So wird z.B. der Wandlungsphase Leber (Element Holz) die psychische Verfassung des Ärgers, des Zornes und der Wut zugeordnet.
Im alltäglichen Sprachgebrauch sprechen wir oft von „dem ist wohl eine Laus über die Leber gelaufen“ oder „da läuft mir aber die Galle über“ und kennen sehr wohl den Zusammenhang zu Kopfschmerzen, die oftmals aus einem grösseren Ärger entstehen (Migräneattacken).
Dr. Stahl hält jährlich zur Traditionellen Chinesischen Medizin und dem Grundverständnis der 5 Wandlungsphasen sowie ihrem Bezug zu den Leitbahnen und letztendlich Akupunkturpunkten einen Vortrag anlässlich der Gesundheitsmesse in Norderstedt.
An dieser Stelle nur soviel:
Jeder Wandlungsphase wird ein Leitbahnpaar mit Akupunkturpunkten zugeordnet, über die letztendlich die Befindlichkeitsstörungen der Patienten nach einem komplizierten traditionell-chinesischen Denksystem behandelt werden.
An dieser Stelle sei noch einmal auf die jährlichen Vorträge von Dr. Stahl über die Traditionelle Chinesische Medizin zur Gesundheitsmesse in Norderstedt verwiesen.
Sollte ein erhöhter Wunsch bei den Internet-Lesern bestehen, mehr über Traditionelle Chinesische Medizin zu erfahren, werden jederzeit gern zusätzliche Vorträge organisiert.
Zur Traditionellen Chinesischen Medizin gehören auch die chinesische Kräutertherapie, Tuinermassagen, chinesische Diätetik, Qui Gong.
Die Traditionelle Chinesische Medizin ist in der Lage, eine Fülle von Krankheitsbildern zu heilen, die weit über den Modellprojektkatalog der Krankenkassen hinausgehen. (Link: Vortrag)
Insbesondere können chronische und akute Erkrankungen des Bewegungsapparates rasch und mit sehr gutem Erfolg behandelt werden.
Aber auch chronische Allergien, Asthma, Nasen-Nebenhöhlen-Entzündungen, seelische Befindlichkeitsstörungen, Verstopfung, andere Schmerzsyndrome, das prämenstruelle Syndrom etc. sind grosse Anwendungsgebiete für die Traditionelle Chinesische Medizin.
Voraussetzung hierfür ist, dass der Akupunkteur eine umfassende Ausbildung in traditioneller chinesischer Medizin über mehrere Jahre absolviert hat.
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