Parkinson – Neue Chancen in der Therapie

Interview bei Alstertal-Magazin (Jan. 2008)

Alstertal-Magazin:
Frau Dr. Stahl, Sie sind als Expertin in der ganzheitlichen Behandlung von Parkinson-Patienten bekannt. Worum genau handelt es sich bei dieser Erkrankung?

Dr. Stahl:
Bei Morbus Parkinson-Patienten handelt es sich um eine chronische Erkrankung es Gehirns, die mit einer Beeinträchtigung der Bewegungsabläufe einher geht. Die Betroffenen leiden allerdings auch unter einer Fülle von vegetativen Symptomen wie Schlafstörungen, Beeinträchtigung des Schwitzens, depressiven Verstimmungen.

ATM:
Was genau kann heute als optimal fundierte Behandlung angesehen werden?

Dr. Stahl:
Die Grundlage für ein solides ärztliches Handeln stellt einer umfassende neurologische Differentialdiagnostik dar, die insbesondere auf den Ergebnissen der klinischen Untersuchung und einer Fülle von apparativen Zusatzuntersuchungen beruht. Entsprechend der Leitlinien der großen Neurologie-Gesellschaften wird der Patient dann sehr individuell
auf typische Parkinson- Medikamente eingestellt.

ATM:
Haben diese Medikamente Nebenwirkungen?

Dr. Stahl:
Ja, der behandelnde Arzt muss auf eine Fülle von Nebenwirkungen achten und den Patienten insbesondere auch regelmäßig bei anderen Fachärzten vorstellen, um mögliche Nebenwirkungen, wie z.B. Herzklappenfibrosen, so schnell wie möglich erkennen zu können.

ATM:
Ist es richtig, dass Parkinson- Patienten im Verlauf ihres Tages deutlichen Schwankungen in ihrer Beweglichkeit unterliegen können?

Dr. Stahl:
Ja, das ist richtig. Eine gute Parkinson- Einstellung erfordert viel Geduld. Insbesondere kann oftmals der Termin beim Neurologen nur eine Momentaufnahme eines an sich komplexen und wechselhaften Zustandsbildes sein. Aus diesem Grund übernehmen viele Krankenkassen jetzt die Kosten für eine ambulante videounterstützte Parkinson- Therapie.

ATM:
Was ist das genau?

Dr. Stahl:
Dabei handelt es sich um eine in Deutschland einzigartige Behandlungsmethode, die dem Patienten einen Krankenhausaufenthalt ersparen kann. Der Patient wird zu Hause gefilmt und die Videoaufnahmen werden dann dem Arzt online zugesandt. Drei- bis viermal täglich setzt sich der Patient vor die Kamera und löst selbstständig diese Videoaufnahme aus. Der Arzt kann dann nach Einsicht der Videos in seiner Praxis die individuelle Medikation an die objektive Bewegungsparameter des Patienten anpassen.

ATM:
Neben dieser schulmedizinischen Behandlung legen Sie aber auch sehr großen Wert auf ernährungsmedizinische und traditionell chinesisch- therapeutische Aspekte?

Dr. Stahl:
Richtig. Der Mensch besteht aus Körper, Geist und Seele. Eine schulmedizinisch fundierte Behandlung, auch im Rahmen der ambulanten videounterstützten Parkinson-Therapie, kann nach meiner Auffassung nicht ausreichend sein. Eine gezielte Nahrungsergänzung mit bestimmten Spurenelementen und Vitalstoffen ist nach neuesten
wissenschaftlichen Erkenntnissen der sogenannten orthomolekularen Ernährungsmedizin ausgesprochen wichtig. Diesbezüglich berate ich meine Patienten detailliert in meiner ernährungsmedizinischen Sprechstunde.

ATM:
Wie behandeln Sie persönlich die vegetativen Funktionsstörungen der Parkinson-Patienten?

Dr. Stahl:
Hier liegen große Chancen in der traditionellen chinesischen Behandlungsmethode.
Die traditionell chinesische Medizin, d.h. Gabe von chinesischen Kräutern, die Akupunktur und die Beachtung chinesisch-diätetischer Richtlinien helfen bei chronischen funktionellen Beschwerden jeglicher Art. Oftmals gibt die chinesische Medizin gerade dort eine Antwort, wo die Schulmedizin versagt. In meiner Praxis integriere ich eine solide schulmedizinische Diagnostik des Parkinson- Patienten mit psychotherapeutischen Behandlungsansätzen, ernährungsmedizinischer Behandlung und traditionell chinesischer Akupunktur und Kräutermedizin.

Info: Bei www.gesundheitsforum-norderstedt.com erhalten Sie die Informationen über bevorstehende Veranstaltungen, die Dr. med. Angela Stahl demnächst organisiert.

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Ihr Praxisteam der Praxis Dr. Stahl und
Dr. Zimmermann